Hegegemeinschaft Weschnitztal
(C) 2022 / AK
Fuchswoche 2021 12.4.21 Im Jahre 2021 entschied sich die Hegegemeinschaft Weschnitztal wieder zu einer Fuchswoche. Die Hasenzählung des letzten Jahres ergab per Stichprobenverfahren einen Besatz von 257 Hasen (im Vorjahr 221). Das sind wieder günstige Ausgangssituationen für die Hasen, die aber von der Jägerschaft begleitet werden muss. Viel zu viele Prädatoren in Form von Raben, Elstern, Waschbären, Füchsen, Mardern, Greifvögeln (Tag- und Nachtgreife) sowie sogar Katzen und Hunde stellen dem Hasen nach. Ist er erstmal erwachsen, so sind die meisten Gefahren überwunden. Als Nestflüchter ist der junge Hase zwar fertig entwickelt, aber er ist noch auf die Milch seines Muttertieres angewiesen. Geduckt versteckt sich der Junghase, bis die Mutter pfeift und zu Tisch bittet. Mehrmals am Tag macht sie das und schickt sie danach wieder ins Versteck. In diesem Versteck verharren sie lange, bis sie dann doch von einem der nachstellenden tierischen Jägern entdeckt werden. Das ist natürlich, ja! Aber so viele Prädatoren wie heute auf den Hasen jagen, gab es noch nie. Allein die Armee von Katzen, die immer unterwegs sind! Ich vermag es nicht, mir vorzustellen, wie die Junghasen das überleben. Der Jäger verzichtet zugunsten des Hasenbestandes auf seine Verfolgung, nicht aber auf die Verfolgung von Fuchs, Waschbären, Krähe, Elstern und Mardern. Aber das hält gerade das Gleichgewicht in der Natur, dass der Hase nicht verschwindet. Tollwut und Räude sind qualvolle Krankheiten, die zeigen, dass es hohe Zahlen an Prädatoren gibt. Qualvoll, weil das Tier daran stirbt und in aller Regel sehr langsam. Dabei reißt es uns Menschen mit. In den Tierarztpraxen häufen sich die Fälle von Räude, denn unsere Vierbeiner sind auch davon betroffen. Auch unser Humanmediziner haben mehr Arbeit damit, denn auch wir Menschen bekommen Pseudokrätze. Schön ist es, dass die Felle der Tiere jetzt wieder gefragt sind. Die Fa. Fellwechsel nimmt die erlegten Tiere, bis auf die ungeeigneten, ansteckenden Räudefelle, wieder entgegen. Es wurden im letzten Jagdjahr 34 Elstern, 90 Rabenkrähen, 150 Füchse (sechs mit Räude), 14 Steinmarder, 39 Dachse, 1 Marderhund und 51 Waschbären gestreckt. Von 20 Hasen wurden allein11 vom Auto erlegt. Und was das Wetter mit den Tieren macht, wissen wir auch nicht. Ich fand im letzten Jahr vier verdurstete Wildschweine und bei zwei Hasen glaube ich das auch. Umso erfreulicher finde ich die Strecke der Fuchswoche: (Fürth rechts der Weschnitz machten Meldung, aber keinen Fuchs) Lauten-Weschnitz meldet einen räudigen Fuchs, geschossen von Adam Eberle Krumbach I meldet vier Rüden und 2 Fähen -> 6 Füchse (Schütze: alle von Stefan Unger) Rimbach II meldet einen Fuchs (Schütze Edgar Hensel) Zotzenbach meldet für zwei Fähen und zwei Rüden sowie zwei Waschbären und eine Bärin -> 4 Füchse und 3 Waschbären ( Schützen Michael Jung 1 Rüde, 1 Fähe; Schütze Olaf Kürschner 1 Rüde, 1 Fähe, 2 Waschbären und1 Bärin) 12 Füchse und drei Waschbären sind das Resultat für die Fuchswoche 2021. Allen Jägern, die sich daran beteiligten, danke ich dafür. Und zum diesjährigen Spitzenreiter ernenne ich das Revier Krumbach I und gratuliere mit Waidmannsheil. Jens-Uwe Eder